St. Patrick's Day Tour (Day 4 + 5 + 6)

(English text below) Hallo, liebe Mit-Folkies!

Entschuldigt, dass es diesmal länger gedauert hat, aber ich hatte noch die Hoffnung, dass meine verschollene Digitalkamera wieder auftaucht, auf der qualitativ etwas hochwertigere Bilder waren. Leider bleibt sie verschwunden. Daher nun der verspätete Blog-Eintrag mit ohne Bildern ;).

Es folgt die Beschreibung der letzten Tage und Auftritte der gemeinsamen St. Patrick's Day Tour von Johannes "Joe" Single und mir.

Der Sonntag begann für uns sehr spät, da wir Samstag Abend, wie berichtet, eine lange Nacht hatten. Glücklicherweise mussten wir uns (oder besser gesagt: Joe sich) nicht um ein Mittagessen bemühen, da wir Abends in einer Speisegaststätte, dem Anker in Filderstadt, aufspielen sollten. Johannes hatte schon die gesamte Tour über von dem Zwiebelrostbraten (bzw. dem Zwiebelroschdbraden), den es dort gibt, geschwärmt.

Nach Begutachtung des übersichtlichen Schankraums konnte ich Joe davon überzeugen, dass wir an diesem Abend akkustisch spielen würden und das erwies sich als die richtige Entscheidung. Obwohl die Gaststätte gut gefüllt war, hielt sich der Geräuschpegel weitestgehend in Grenzen und alle, die unsere Musik hören wollten, hatten dazu auch Gelegenheit. Bevor wir allerdings loslegten, aßen wir mit Joes Frau Jenny und unserem lieben Freund und Musikerkollegen Claus Jahn noch wirklich exzellente Speisen aus der Küche des Ankers! Johannes aß übrigens, seinen vorherigen Schwärmereien zum Trotz, keinen Zwiebelrostbraten, sondern einen Braten vom glücklichen Landschwein. Ich konnte mich aber von der Qualität des Rostbratens überzeugen und kann ihm jeden/jeder nur sehr empfehlen! Eine so herausragende Verpflegung hatten wir auf der restlichen Tour nicht einmal bei Joe zu Hause, was einiges heißen mag! Wer also mal in der Nürtinger Ecke weilt und gut-bürgerlich Essen gehen möchte, dem sei der Anker in Filderstadt wärmstens ans Herz gelegt!

Nach dem diesmal deutlich früheren Feierabend, saßen Joe und ich noch lange in seiner Küche und sprachen über Gott und die Welt, begleitet von Tee und Whisky. Wir gingen aber dennoch vergleichsweise früh ins Bett, da der nächste Auftritt versprach, der anstrengendste der ganzen Tour zu werden. Immerhin war St. Patrick's Day und Karlsruhes kleine aber feine Parade feierte ihr 10. Jubiläum in Scruffy's Irish Pub.


Wie erwartet war die Hütte brechend voll, wir hatten aber (abgesehen von dem sich als sehr schwierig erweisenden Abbau gegen 22:00 Uhr) einen schönen Tag im Scruffy's. Meine lieben Freundinnen der Familie Scholtyssek, die ich von diversen Terry-Pratchett-Fantreffen kenne waren ebenso mit von der Partie, wie unser alter Freund und Musikerkollege Michael Heitz, der in der Anfangszeit von Heiter bis Folkig viel mit mir aufgetreten ist. Wir Paul von The Krusty Moors hatte zwar alle Hände voll zu tun, nahm sich aber -- typisch irisch -- zwischendrin auch mal Zeit für einen Plausch. Sicherlich war der letzte Gig der Tour dank des vollbesetzten, feierfreudigen Schankraums auch der anstrengendste, unseren Spaß hatten wir aber trotzdem.

Am nächsten Morgen trat ich recht früh die Weiterreise an, da ich noch bei meinem Lieblingsgitarrenbauer Heiner Dreizehnter vorbeischauen wollte, um Einstellungen an meiner Gizouki und Mandoline vornehmen zu lassen. Holzinstrumente entwickeln sich auch lange nach ihrer Fertigstellung noch und so kann es sein, dass hin und wieder mal etwas justiert werden muss, weil die Seitenlage sich verhändert hat, o.Ä. Heiner und sein Assistent haben die kleineren Einstellungen in Windeseile vorgenommen und so blieb genug Zeit für etwas Kaffeeklatsch und das Anspielen neuer Instrumente aus der Werkstatt. Die Blackwood-Mandoline hat mich schon sehr in Versuchung geführt, aber in diesem Jahr müssen die Instrumentenwünsche mal hinten anstehen. Immerhin habe ich ja Pläne, endlich ein Soloalbum aufzunehmen. =) Mit frisch gewarteten Instrumenten ging es dann endlich gen Heimat. So geht auch die schönste Minitour mal zu Ende; Joe und ich haben allerdings bereits mit der Vorbereitung einer Tour im nächsten Frühjahr begonnen: diesmal soll es nach England und Schottland gehen! Mehr dazu in Kürze!

Grüne Grüße,
euer Sebastian Barwinek

Hello dear fellow folkies!

Sorry for taking so long to write this but until now I still hoped that my lost camera would turn up. So this blog of the last days of this year's St. Patrick's Day tour of Johannes "Joe" Single and me features no pictures, but I hope to keep your attention nonetheless.

We started late on Sunday due to our getting to bed late the night before (see last blog post). Luckily though, we (ie Joe) did not have to cook dinner this time as we were booked to play in a restaurant that night. The Anker (anchor) in Filderstadt is a small restaurant that serves traditional Swabian/German dishes and Joe had been praising the Zwiebelroschdbradn (beef with fried onions) for the whole time we had been touring. Thus, we did look forward to the catering and enjoyed our meal with Joe's wife Jenny and our good friend and colleague Claus Jahn (Joe ate roast pig instead of the intended Zwiebelroschdbradn, but I did not follow his lead and had the beef instead). Even with Joe's exceptional cooking skills we had not eaten so well during this tour, which is saying a lot about how good the cook of the Anchor really is. Due to the fairly size of the restaurant's main room I convinced Joe that we should play accoustically which prooved to be a good decision and provided for a nice laid-back gig. We had an early night this time as we knew that the next gig would be more challenging: not only was St. Patrick's Day but Karlsruhe's St. Patrick's Day Parade did celebrate its 10th anniversary as well.

As expected, Scruffy's Irish Pub was full to the brim and we performed three longish sets, playing from 5:30 till past 9 pm. My good friends the Scholtysseks that I know from various Terry-Pratchett-fan-events joined us in celebrating alongside our old pal and colleague Michael Heitz with whom I played a few gigs during my early time with Heiter bis Folkig. Even though he was fairly busy himself, publican Paul -- who is also with the band The Krusty Moors and an all-around great fellow -- took the time to have a few chats with us. Surely, this last gig was the hardest to pull off but we enjoyed ourselves nonetheless and apart from facing a few difficulties to pack up our gig in a crowded pub it all went well.

On Tuesday I started early as I intended to pay a visit to my favourite luthier Heiner Dreizehnter whose workshop is situated about two hours from Joe's place. I asked Heiner to adjust a few things on my guizouki and mandolin which he and his assistant did in no time. Since wooden instruments react to their surroundings it sometimes becomes necessary to fiddle (pun intended) with the neck or the saddle a bit. Before I left, Heiner and me had a nice chat over some coffee and I was able to try a couple of instruments fresh from the workshop. The blackwood mandolin really tempted me but, bearing in mind that I intend to record a new solo album this year, my urge to buy new instruments needs to be repressed. Thus my journey ended and I finally got home to my wife.

Tours tend to go by far too quickly but Joe and me already started to flesh out our next one which will lead us to England and Scotland in April next year! Stay tuned for more information!

Green greetings,
Sebastian Barwinek




 

Leave a comment

    Add comment